LOWA- und Leki-Schulung bei Quo Vadis:

Seit über 30 Jahren sind wir ein renommiertes Fachgeschäft für Outdoor- und Trekkingschuhe und haben natürlich eine entsprechend große Erfahrung. Dennoch tut gelegentlich eine fachliche Auffrischung gut. Zu diesem Zweck konnten wir LOWAs Mann für den Norddeutschen Raum gewinnen. Er kam für eine LOWA- und Leki-Schulung. Joachim Heldt kennt sich aus, ist auch schon „ewig“ dabei und brachte uns neben der Bestätigung von vorhandenem Fachwissen auch einige neue Infos mit.

LOWA – Traditionsfirma mit europäischer Fertigung

Nach einem kurzen Überblick über Firmengeschichte und Fertigungsstätten ging es auch gleich in die Materie. Deutlich wurde noch einmal, dass wirklich 100% der Fertigung in Europa abläuft, einige Modelle (vor allem die aufwändigeren Trekking- und Alpinmodelle) kommen tatsächlich aus Deutschland, teils auch aus Italien. Auch der Grundstoff Leder, aus dem immer noch viele Modelle überwiegend oder zum Teil gefertigt sind, wird ausschließlich von geprüften Gerbereien in Deutschland, Italien und Spanien bezogen.

Doch nun hinein ins Thema: Gestrobelt oder klebegezwickt? An vorhandenen Modellen wurden die unterschiedlichen Herstellungsmethoden veranschaulicht. Und damit einhergehend wurde auch die Frage diskutiert, welche Schuhe wiederbesohlbar (-> die klebegezwickten) sind, wann und wie lange das überhaupt Sinn macht und welche Probleme die Hydrolyse (siehe auch Beitrag HIER) bereiten kann. LOWA ist innovativ und entwickelt laufend kleinere und größere Produktionsdetails wie besondere Schnürhaken, Laschenfixierung, den inzwischen schon bestens bewährten „Monowrap-Sohlenaufbau“ und vieles mehr. Über Gummimischungen wurde diskutiert und über das Thema Pflege, Imprägnierung (Siehe auch Info HIER) und Reparatur gesprochen. Selbst der Aufbau der Innensohle wurde noch einmal erklärt und vorgestellt.

Natürlich ging es auch um Verkaufsgespräche. Hier interessierte die Frage, wann ist ein reiner Lederschuh sinnvoll, wann ein GORETEX®-Modell? Wie fest muss ein Schuh für welchen Zweck sein, welche Belastungen muss auch ein normaler „Hunde-Gassi-Gehen-Schuh“ aushalten. Der überwiegende Teil der behandelten Informationen war bekanntes Fachwissen, einiges wurde aber noch einmal anschaulich aufgefrischt. Und manches auch ganz neu: So stammt das Leder ausschließlich von braunen Kühen (da haben unsere norddeutschen Gemütstiere also nix mit am Hut), da nur hier das Leder einheitlich gefärbt werden kann … 🙂

LEKI – Marktführer bei Trekkingstöcken

Noch bis die ersten Kunden kamen wurde anschließend das Thema Trekkingstöcke am Beispiel unseres Hauptlieferanten LEKI abgehandelt. Materialien (hier besonders der Unterschied zwischen Aluminiumlegierung und Carbon), Griff-Formen, Griff-Materialien, Klemmsysteme mit ihren Vor- und Nachteilen, Stockempfehlungen für bestimmte Einsatzzwecke, nützliches Zubehör. Eigentlich wurde schnell klar, dass das Thema eine eigene Schulung verdient hätte. Nun sind wir ja als langjähriges Fachgeschäft nicht ganz ohne Vorkenntnisse und so hat es trotzdem für eine sinnvolle Auffrischung gereicht. Wir sind seit „Ewigkeiten“ LEKI-Händler und fühlten uns da einmal mehr bestätigt.

Ein großes Dankeschön an Achim Heldt, der uns wie erwartet kompetent und strukturiert die Materie erklärte und dabei noch den Zeitplan eingehalten hat!