Der Quo Vadis Klettercup 2018 – eine runde Sache!

Die Qualifikation

Am Sonntag gegen 18 Uhr ging pünktlich die 15. Auflage des Quo Vadis Klettercups zu Ende. Und man kann wohl sagen: Das war wieder eine gelungene Veranstaltung – wir freuen uns jetzt schon auf die Auflage Nr. 16 im Jahr 2019!

Doch der Reihe nach: Um 9.30 Uhr startete die Anmeldung mit T-Shirt- und Laufzettelausgabe. Da der Andrang auf die begehrten Startplätze wieder sehr groß war, musste die seit Anfang August laufende Online-Voranmeldung schon vor fast einer Woche geschlossen werden. Mit rund 120 Teilnehmern sind wir aus sicherheitstechnischen Gründen bei unserem Kletterbunker an der Kapazitätsgrenze angelangt – eine höhere Teilnehmeranzahl wäre hier wohl nicht zu vertreten. Da einige der vorangememeldeten  Teilnehmer nicht erschienen, konnten letztlich auch die sich auf der Warteliste befindlichen Teilnehmer einen Platz bekommen.

Um 10 Uhr begrüßte Friedrich Duensing von Quo Vadis alle Anwesenden und Moderator Folkert Lenz erklärte für alle noch einmal die Regeln, den Ablauf und die Zeitplanung – und dann zog es die Kletterer auch schon an die Qualifikationsrouten. Bis ca. 13.30/14.00 Uhr war nun Zeit, möglichst viele Punkte zu erklettern. Für die Kinder (Jahrgang 2004 und jünger) hatte das Schrauberteam drei neue Routen in den Schwierigkeitsgraden UIAA 5-, 6- und 7 geschraubt. Alle drei mussten im Toprope geklettert werden.  Bei den „Erwachsenen“ (Jahrgang 2005 und älter) gab es gleich 8 neue Routen, in den Graden UIAA 5,5+, 6-, 6+, 7-, 7+, 8- und 8. Die beiden schwersten Routen waren im Vorstieg zu klettern, der Rest im Toprope. Die jeweils vier schwersten Routen gingen in die Wertung – bei jeder Routen mussten die erreichten Zielgriffe eingetragen werden. Wurden die Route geklettert, war der 6. Zielgriff (= Top) erreicht – war schon vorher Schluss, zählte der höchste erreichte/gehaltene Zielgriff darunter.

Das Kinder-Finale

Bis in die Mittagsstunden wurde nun bei herrlichem Wetter und entspannter Atmosphäre geklettert, gechillt, geklönt, Musik gehört, Diabolo gespielt, gegessen …. Die jeweils fertigen Laufzettel wurden ausgewertet und so stand gegen 14 Uhr das Feld des Kinderfinales fest. Fünf Mädchen und drei Jungs hatten sich qualifiziert und starteten in umgekehrte Quali-Reihenfolge in die Finalroute, Die war auch dieses Jahr hervorragend von Alex Schmitt geschraubt und verlangte den Kindern einiges ab. Es war auch dieses mal für das interessierte Publikum eine große Freude zu sehen, wie stark die Mädels und Jungs unterwegs waren und wie gut auch die Entwicklung hier ist. Am Ende schaffte nur Louis Behrend (Jhrg. 2005, Bruchhausen-Vilsen vor Tom Meiners (Jahrg. 2007, Bremen) und Fabian Santamarina (ebenfalls 2007 aus Bremen) das Top. Es gab also eine eindeutige Rangfolge – ein großes Lob an den Routenschrauber! Und großen Applaus vom Publikun an alle Finalteilnehmer.

Die warteten nun ungeduldig auf die Siegerehrung. Denn der Quo Vadis Klettercup ist sicherlich einer der höchst dotierten Kletterwettkämpfe in Deutschland. Quo Vadis schafft es jedes Jahr, viele Hersteller der Outdoorbranche zu großzügigen Sachpreisen zu überreden und gibt natürlich auch aus eigenen Beständen viel dazu. So kamen auch dieses Jahr Sachpreise im Verkaufswert von über 5.000 € zusammen. Ein herzlichen Dankeschön an viele beteiligte Firmen und besonders ans OCUN, WARMPEACE und die LINIE7!

So freuten sich die Podiumsplätze über ein 60m-Seil, einen Trekkingreucksack und ein 40m-Seil!

Waren die ersten drei Plätze noch „gewichtet“, wurden die restlichen Preise an alle Teiulnehmer unter den Kindern verlost. Diese gute Tradition führen wir schon seit Jahren fort, sie entspricht dem Charakter des „Funcups“ (es ist ja schließlich kein „offizieller Wettkampf“ und er ist offen für alle Interessierten). Am Ende hatte jedes Kind einen Preis und war (hoffentlich :-)) zufrieden.

Das Finale

In der Zwischenzeit waren auch die letzten Laufzettel der großen eingetrudelt und nach einer kurzen Auswertung (Dank an Max Hammer für seine fleißige Tiparbeit!) stand fest: Sechs Damen und acht Herren hatten es geschaftt und mussten sich an den beiden Finalrouten (geschraubt von Sven Ott und Wolfgang Reiter) versuchen. Die Finalrouten mussten im Vorstieg geklettert werden, Damen und Herren starteten abwechselnd und in umgekehrter Reihenfolge gemäß des Qualifikationsrankings. Damit die nachfolgenden Athleten nicht „abschauen“ konnten, mussten sie in der Isolation warten, bis sie an der Reihe waren.

Beide Routen (im unteren Teil identisch, im überhängenden Dachbereich verschieden) waren prima geschraubt und ergaben eine differenzierte Platzierung. Bei den Damen schaffte es keine bis zum Zielgriff, nach einer starken Vorstellung war es schließlich Mira Maxwitat (Jahrg 2002, Bremen) , die sich vor ihren Kolleginnen Manja Freyer (Jahrg. 1966, Oldenburg) und Ann Weiß (Jahrg. 2000, Bremen) den ersten Platz sicherte. Bei den Herren schafften es Max Lommel (Jahrg. 1997, Bremen) und Till Kramkowski (Jahrg. 2001, Wilhelmshaven) als einzige ans Top, dicht gefolgt von Franziskus Denk (Jahrg. 1970, Bremen). Es gab somit zwei erste Plätze – wobei die Zeit von Max etwas schnaller als von Till war. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger!

Auch die Großen freuten sich über wertvolle Sachpreise – gewichtet für die Podiumsplätze und verlost für alle Teilnehmer (vom Frühstücksbrett aus Holz für 5,00€ bis zur Daunenjacke im Wert von 160.00 € war die Spanne bei den Preisen groß …)

Fazit

Viele vetraute Gesichter, Stammgäste seit Jahren und auch neue Teilnehmer aus Bremen, Oldenburg, Wilhelmshaven, Bruchhausen-Vilsen, Sande, Schortens, Buchholz, Delmenhorst, Jever, Hannover … waren dabei. Vom jung gebliebenen Jahrgang 1953 bis zum jüngsten Teilnehmer Jahrgang 2014 hatten wir ein tolles, vielfältiges und leicht männerlastiges Teilnehmerfeld.

Bei herrlichen – und wieder einmal bessere als vorhergesagtem – Wetter und entspannter Atmosphäre war das ein toller Wettkampftag! Dazu haben naürlich viele Helferlein beigetragen. Das Routenteam mit Wolfgang Reiter, Sven Ott, Ragna Müller, Mona Urban, Ruth König, Dennis Wernstedt, Heidi Puchtler, Björn „Calli“ Callsen, Hauke Steenbock, Alex Schmitt, Shaya German, Helmuth König, Joann Schmid und Olli Martens hat tolle Routen gezaubert – vielen Dank für euren Einsatz! Ihr könnt euch wie gewohnt über einen kleinen Quo Vadis-Gutschein freuen. Nils Schwan sorgte für eine perfekte Technik, Danke! Die nutzte das DJ-Team Jasper und Anna, die uns den Tag mit super Musik unterstützten. Vielen Dank!

Und natürlich gibt es keinen Cup ohne unseren Moderator Folkert „Youngstr“ Lenz, der fachkundig und kurzweilig durchs Programm führte – herzlichen Dank dafür!

Für die kulinarische Verpflegung konnten wir dieses mal „Biten“ gewinnen, die uns mit fair gehandelten und ökologisch transportierten Kaffeespezialitäten sowie biologischen Gebäck und Pizzen versorgten. Lecker!

Über Anregungen und Vorschläge zur Verbesserung freuen wir uns, schreibt uns einfach, am besten gleich HIER.

Auch über weiter Bilder würden wir uns freuen. Beim Cup hat mit eine nette Frau ihre Kamera zum fotografieren geliehen. Danke dafür! Nun würde ich natürlich auch gerne an die Bilder kommen – außerdem habe ich noch einen Objektivdeckel für die Kamera … bitte melden!

ich hoffe, ich habe niemanden vergessen… Doch: Frank Maxwitat, der uns nicht nur mit einer leckeren Torte unterstützte – sondern von dem auch die meisten der folgenden BIlder sind, Danke!

Wir freuen uns auf den 16. Quo Vadis Klettercup im nächsten Jahr!