SONNTAG 16. JUNI

Am Sonntag gegen 9.00 Uhr startete die 16. Auflage des Quo Vadis Klettercups. Auch dieses Mal war die Wetterprognose bestens – das hat bei dieser Veranstaltung inzwischen richtig Tradition! Nachdem die Voranmeldung aufgrund der erreichten maximalen Teilnehmerzahl schon deutlich vor dem geplanten Ende geschlossen werden musste, gab es bei einigen „Spontan-Teilnehmern“ zunächst lange Gesichter. Am Ende erschienen jedoch nicht alle der vorangemeldeten Starter die so frei gewordenen Plätze konnten wieder vergeben werden und letztlich bekamen doch alle einen Startplatz!

Nach einer kurzen Begrüßung durch Quo Vadis/Friedrich Duensing und Moderator Folkert Lenz wurden für alle noch einmal kurz die Regeln erklärt:

  • Bis 13.30 Uhr sollte die Qualifikation laufen,
  • jeder Teilnehmer hatte für jede Qualifikationeroute nur einen Versuch,
  • gezählt wurde die höchste, gehaltene Zonennummer einer jeden Route.
  • Gesichert wurde im Toprope – bei den Damen und Herren gab es zusätzlich eine Vorstiegs-Qualiroute.
  • Eingetragen wurden die Ergebnisse in einen Laufzettel, die jeder Teilnehmer bei der Anmeldung (neben dem obligatorischen Cup-T-Shirt) bekommen hatte.
  • Gewertet wurden daraus die besten vier Ergebnisse.

Um 10 Uhr startete dann bei herrlichem Wetter das Klettern in der Qualifikation

VIELE NEUE ROUTEN

Da sich das Kletterniveau in den letzten Jahre stetig nach oben bewegt hatte und zudem etliche starke Aspiranten vom Leistungskader des DAV dabei waren, war schnell klar, dass nur die Teilnehmer eine Chance auf das Finale hatten, die auch in den Vorstiegsrouten Punkte sammeln konnten. Die waren immerhin bei 8- (Damen) und 9- (Herren) angesiedelt!

Die restlichen Routen (Toprope) lagen bei 5, 5+, 6, 6+, 7 und 8-. So war für fast jeden etwas dabei – selbst ohne Aussicht auf eine Finalteilnahme konnten einige Stunden lang die frisch geschraubten Routen ausprobiert werden. Bei den Kindern gab es drei Toperope-Qualirouten, die mit 5-, 6- und 8- bewertet waren.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an das vielköpfige Schrauberteam! In vielen Stunden/Tagen Arbeit hatten Julian/Alex, Olli,. Joann, Ruth/Mona, Heidi, Esther, Thomas, Shaya, Franziskus, Kim und Helmut schöne Routen an der Wand kreiert. Die Finalrouten wurden von Nadine (Kids), Wolle (Damen) und Sven (Herren) geschraubt. Jede Route hatte fünf markierte Zonengriffe und einen Topgriff, die in die Wertung einfließen konnten.

 

 

Bilder: Rapahel Guardarama, Friedrich Duensing

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KINDERFINALE

Da um 13.30 Uhr noch nicht alle Teilnehmer ihre Laufzettel zur Auswertung hatten abgeben können, wurde die Qualizeit noch einmal um 30 Minuten verlängert. Nach einer kurzen Auswertungszeit standen schließlich die Finalteilnehmer fest. Zunächst sollten die Kinder (Jahrgang 2005 und jünger) starten. Und nach der Siegerehrung und Preisverteilung an die Kids sollten die Damen und Herren starten.

Acht Kinder hatten es in das Finale geschafft. Die von Nadine geschraubte Finalroute sollte im Toprope geklettert werden. Alex stieg die Route zur Anschauung einmal durch und erklärte sie kurz den jugendlichen Finalteilnehmern. Dann starteten die Kids von hinten – die höchste in der Qualifikation erreichte Punktzahl kam also ganz am Ende. Da die Kids aufgrund des geringen Körpergewichts eine beneidenswerte hohe Kraftausdauer haben, hatte jedes Kind ein Zeitlimit von vier Minuten für die Route. Mit der Schwierigkeit 8/8+ hatte es die Tour in sich. Und es zeigte sich, dass sie auch perfekt geschraubt war: fast alle Teilnehmer erreichten unterschiedliche Kletterhöhen. Drei Kinds gelang der komplette Durchstieg – hier entschied dann die Zeit. Onno Roboom (Bremen) schaffte drei Sekunden vor Ablauf der vier Minuten und erreichte so den dritten Platz. Tom Meiners (Bremen) war schnelle 2:30 Minuten unterwegs und kam auf den 2. Platz. der erste Platz ging an Niki Sophie Janssen (Buchholz in der Nordheide), sie flog in 1:30 Minuten geradezu zum Topgriff! Starke Leistungen, Gratulation! Im nächsten Jahr wird die Kinder-Finalroute wohl schwerer sein müssen…

Die Sieger freuten sich über wirklich tolle Sachpreise (Kletterseil im Wert von 170 €, Einkaufsgutschein im Wert von 120 € und Rucksack im Wert von 100€!). Aber natürlich wurden alle Teilnehmenden Kinder mit Sachpreisen bedacht, die eine junge Glücksfee anhand der Laufzettel zuloste.

 

Während des Kinderfinales konnte die Auswertung der Laufzettel abgeschlossen werden, so dass schließlich feststand: Es sind 5 Damen und 8 Herren im Finale dabei. Zunächst starteten die Herren. Sven hatte eine schwere Finalroute im oberen 9. Grad geschraubt. An ihr sollten sich schließlich alle die „Zähne ausbeißen“. Doch auch wenn letztlich keiner die Tour ganz schaffte, ergab sich ein schön gestaffeltes Ergebnisfeld und zum kompletten Durchstieg fehlte nicht viel. Das hier auch die älteren Semester mit dem sackstarken Nachwuchs noch mithalten können, bewiesen die Bremer „Kletterurgesteine“ Franziskus Denk und Jona Kowalik sowie Sven Weise. Jona Kowalik schaffte es schließlich auf den dritten Rang, Ganz nach oben schafften es dann die „jungen“: Felix Schmidtmeyer (Bremen) musste sich knapp Till Kramkowski aus Wilhelmshaven geschlagen geben. Gratulation!

Nun folgten die Damen: Im Vorstieg sollte die von Wolle geschraubte und mit ca. 8+ bewertete Finalroute gemeistert werden. Die Punktniedrigsten Finalteilnehmerinnen begannen, am Ende starteten die Punkthöchsten. Die Route begann gleich ziemlich „knackig“, bis zum Dach schafften es aber alle Teilnehmerinnen. Hier ging es dann richtig zur Sache und am Ende setzten sich die Favoritinnen Mira Maxwitat (Bremen), Onca Guardarama (Bremen) durch. Beide erreichten den 1. Platz, gefolgt von einer ebenfalls starken Vera Sommer (Sande) auf dem dritten Platz.

Am Ende wurden natürlich den vielen Helferlein- ohne die so eine Veranstaltung einfach nicht funktionieren würde – gedankt: Nils hatte wieder für die Technik gesorgt, Jasper und Anna kümmerten sich um die musikalische Begleitung. Matthias war als Ersthelfer für kleinere Blessuren ansprechbar, Ruth und Calli machten in bewährter Art die Finalschiedsrichter. Dank auch an die unermüdlichen „Kindersicherer! Und natürlich an die schon erwähnten Routenschrauber.

Und was wäre der Cup ohne unseren Moderator Folkert Lenz!? Herzlichen Dank!

Quo Vadis war wie jedes Jahr u.a. für die Sachpreise zuständig. Und die konnten sich ,it einem Gesamtwert von 4.600€ durchaus sehen lassen. Die jeweils ersten Preise wurden von der Firma OCUN gestiftet – im Namen der Klettergemeinde auch hierfür herzlichen Dank!
Gegen 18 Uhr war dann die 16. Auflage des Quo Vadis Klettercups zu Ende. Wieder einmal spielte das Wetter mit, die Atmosphäre war sehr entspannt, es gab keine Unfälle, die Verpflegung durch das Burgehouse war bestens. Und das Teilnehmerfeld war sehr ausgeglichen: 23 Kinder. 41 Damen und 45 Herren der Jahrgänge 1953 bis 2014 (:-) machten mit!

Wir freuen uns auf den 17. Klettercup im Jahr 2020!