Materiallexikon

In unser Branche finden sich viele Fachbegriffe und Materialbezeichnungen. Diese Aufstellung wird (hoffentlich) zu etwas „Erhellung“ im „Dunkel der Begrifflichkeiten“ führen …

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ABS:

Acrylnitril-Butadien-Styrol, ist ein sehr harter und schlagfester Kunststoff.

Air Comfort System:

Von Deuter patentiertes Rucksacktragesystem mit Netzbelüftung für Wanderrucksäcke bis ca. 50l. Air Comfort ist hier als Familienname zu verstehen, es gibt verschiedene Weiterentwicklungen wie Aircomfort Flexlite Pro oder Aircomfort Flexlite Vario oder Advanced Aircomfort System.

Airmesh:

sehr atmungsaktive Materialkombination; zwischen 2 Netz (Mesh)-Schichten halten senkrecht aufgestellte Fasern den Abstand und ermöglichen so schnelle Trocknung und gute Luftzufuhr.

Aircomfort-Futura-System:

Belüftungssystem der Firma Deuter: Ein Federstahlrahmen spannt den Rucksack vom Rücken weg, Kontakt entsteht lediglich über ein luftiges Netz. Zusätzlich ermöglichen zwei Lageverstellriemen eine individuelle Anpassung des Rucksackes.

Airstripes-System

Dieses Tragesystem setzt Deuter bei seinen Radrucksäcken ein: der Rucksack liegt bloß auf wenigen Punkten zweier Noppenschaumprofile auf. Diese sind zusätzlich mit luftdurchlässigem Netzgewebe überzogen, um den Belüftungseffekt zu verbessern.

Allethrin

Ein Insektizid aus der Familie der synthetischen Pyrethroide, wird – da leicht flüchtig – auch in Verdampfern eingesetzt.

Apex Universal Fleece

Softshell-Material der Firma The North Face. Es besteht aus 63% PA, 3 % PES und 6% Elasthan. Das Gewebe ist nach außen sehr abriebfest, zum Körper wärmt die flauschige Innenseite. Eine DWR-Ausrüstung macht es stark Wasser abweisend.

APS: Advanced Paralux System:

Ein Rucksacktragesystem der Firma Lowe Alpine. Weiterentwicklung des legendären Paralux Systems mit zwei, dem Rücken anpassbaren Aluminiumschienen und sehr einfach verstellbaren Schultergurtaufhängungen. Die verschiedenen Varianten (APS 5, APS 7) unterscheiden sich in der Form der Schultergurte, der Festigkeit des Beckengurtes und des Rückenpolsters. Beim APS 7 sorgt ein Querträger zwischen den Aluschienen für eine größere Verwindungssteifigkeit.

Autorouting:

Autorouting bedeutet, dass GPS-Geräte nach Eingabe der Zieldaten (Straße, Restaurant, Hotel, Wegpunkt etc.) automatisch und spezifisch nach Fortbewegungsmittel (z. B. Fahrrad oder PKW) den richtigen Straßenverlauf errechnen und Turn-by-Turn ans Ziel führen. Nicht alle GPS-Geräte sind autoroutingfähig – Voraussetzung hierfür ist das Aufspielen zusätzlicher Software, die diese Informationen beinhalten und sich über die Basiskarte des Gerätes legen.

AzTec:

Innovatives und einzigartiges Material für Rucksäcke, entwickelt von der neuseeländischen Firma MacPac (in Neuseeland regnet es ziemlich häufig…). Robuste Long-Staple-Baumwolle wird mit dem abriebfesten und unverwüstlichen Polyester verbunden. Eine Emulsion aus abdichtenden Komponenten und Wachsstoffen wird auf Molekularebene mit Wasser verbunden. Das Gewebe wird damit getränkt, die Emulsion wird direkt und dauerhaft vom Faden aufgenommen. Jeder einzelne Gewebefaden ist imprägniert, die “Maschenlöcher” im Gewebe werden mit Wachs versiegelt. Damit sind Rucksäcke aus AzTec die einzigen Rucksäcke (bis auf verschweisste Spezialrucksäcke), die an sich schon regendicht sind. Leider ist das Material relativ schwer, weshalb MacPac ->AzTec SL entwickelte.

AzTec SL:

Ist die “light-Version” von AzTec, um Rucksäcke aus diesem Material leichter zu machen. Durch einen höheren Polyesteranteil ist es ca. 33% leichter als das Standard-AzTec. Es ist etwas weniger robust als AzTec Classic.

Ballistic Nylon:

bezeichnet ein besonders stabiles PA-Gewebe mit einer Fadenstärke von mindestens 1260 D.

Bayrepel:

Ist eine Eigenentwicklung von Bayer (Produktreihe Autan) und zählt mit seiner -> -DEET-ähnlichen Wirkweise zu den -> Repellents. Die Wirksamkeit ist vergleichbar, die Kunststoffverträglichkeit besser. Wird etwas schwächer resorbiert, soll etwas besser gegen Fliegen und Zecken wirken. Alles in allem bewährter Wirkstoff, der an der starken Verbreitung von -DEET aber nichts ändert. Eine Unbedenklichkeit ist nicht erwiesen.

Baumwolle (BW):

wird aus den Blüten der Baumwollpflanze gewonnen; sehr weit verbreitete Bekleidungsfaser, trocknet langsam, ist stark -> hydrophil. Grosse Qualitätsunterschiede u.a. begründet durch die Länge der Fasern. Wird in Monokulturen angebaut, kann deshalb pestizidbelastet sein.

Beschichtung:

macht ein Trägermaterial wasserabweisend oder -dicht. Es gibt höchst unterschiedliche Qualitäten.

-> mikroporöse Beschichtung

-> PU- Beschichtung,

-> Silikonbeschichtung.

Bilaminatschaum:

Schaum zur Polsterung von Schulter- und Hüftgurten, der aus zwei verschieden harten, miteinander verbundenen Schaumstoffen besteht. Innenseite weich als Körperauflage; Aussenseite hart zur Stabilisierung.

BioRe:

BioRe -> Baumwolle ist eine durch und durch konsequente Angelegenheit: Vom kontrolliert biologischen Anbau über die Verarbeitung bis zum fertigen Produkt werden bei dieser Baumwolle sehr strenge ökologische und vor allem auch soziale Anforderungen erfüllt. Zahlreiche Hilfsprojekte wurden ins Leben gerufen, die vor allem ein Ziel haben: Ein selbstbestimmtes Leben der BäuerInnen und NäherInnen in den Produktionsländern Indien und Tansania. Dahinter steckt die Schweizer Remei AG. Achtung: nicht alle Biowolle ist „BioRe“. Und vermutlich ist nicht alles, was als „Biobaumwolle“ angeboten wird auch tatsächlich Biobaumwolle.

Bluetooth:

ist ein Industriestandard für die drahtlose Vernetzung von Geräten über kurze Distanz. Bluetooth bietet eine drahtlose Schnittstelle, über die sowohl mobile Kleingeräte wie Mobiltelefone und PDAs als auch Computer und Peripheriegeräte miteinander kommunizieren können. Ein solches Netzwerk wird auch als Wireless Personal Area Network (WPAN) bezeichnet. Für besonders kurze Reichweiten wurde NFC entwickelt. Einige unser Garmin GPS-Geräte können über bluetooth kommunizieren.

Brandsohle:

Oberschuh und Sohle werden durch die Brandsohle verbunden. Sie ist aus Leder, lederähnlichem Texon oder (ganz schlecht) Press-Pappe. Zwicken (vernähen, klammern) oder Kleben sind die gängigen Verbindungen. Zwiegenähte Schuhe sind selten geworden. Es ist die traditionelle Verarbeitungsweise, bei der Brandsohle und Oberschuh mit doppeltem Zwirn vernäht werden. Beispiele dafür sind der Hanwag Guffert und der Badile von Meindl. Die Brandsohle ist der Kern des Schuhs; sie legt die Steifigkeit fest.

Ceplex:

exklusiv von VauDe verarbeitete, mikroporöse PU-Membran, in verschiedenen Qualitäten:

– Ceplex Active: WS 10.000-15.000 mm, MVTR – Wert <=10.000 – 15.000;

– Ceplex Advanced: WS 15.000-20.000mm, MVTR – Wert<= 15.000-20.000;

– Ceplex Pro: WS 20.000-25.000mm,MVTR – Wert<= 20.000-25.000.

Chaintec:

Chaintec ist ein eng verarbeitetes Nylongewebe mit leichter Texturierung. Es hat eine sehr hohe Reiß- und Abriebfestigkeit.

Chalk
Weißes Pulver aus stark hygroskopischen Magnesiumkarbonat (MgCO3), das beim Klettern eingestzt wird um feuchte Hände zu vermeiden und einen besseren „Grip“ zu bekommen. Chalk gibt es in Pulverform, in gepresster Form (z.B. Blöcke, die man dann selbst wieder aufbröselt) und auch als „Liquid Chalk“ in flüssiger Form (Dabei wird Chalk in schnell verdunstendem Reinigungsalkohol (wie Isopropylalkohol) gelöst). Gelöstes Magnesiumkarbonat ist basisch und neutralisiert damit den leicht sauren Handschweiß (pH-Wert 4,5). Dem reinen Magnesiumkarbonat mischen einzelne Hersteller beim Kletterchalk noch ein zusätzliches Trocknungsmittel bei.

Im Gegensatz zum Kletterchalk enthält das beim Turnen verwendete Magnesia Mittel, die es etwas gleitfähig machen. Schließlich will der Turner um die Ringe oder den Barren rotieren können. Kletterchalk enthält auch kein Kolophonium, ein aus Baumharz gewonnenes Pulver, das als „Pof“ zum Beispiel in Fontainebleau zum Bouldern verwendet wird. Magnesiumkarbonat wird aus Magnesium-haltigen Erzen gewonnen. Es gibt auf fast allen Kontinenten einige große Lagerstätten. Das weiße Pulver ist ungiftig und wird verbreitet in der Pharma- und Lebensmittelindustrie als Trägerstoff und Verdickungsmittel verwendet. Wer es löffelweise zu sich nimmt, kann eventuell Durchfall bekommen, Schlimmeres ist nicht zu erwarten.
Es gibt durchaus qualitative Unterschiede zwischen verschiedenen Anbietern.

Chicken Tex

ist ein 6.6 PA Gewebe in 1000 D Stärke. Die Teflonbeschichtung macht es Wasser abweisend.

Comfort Stretch Jersey

besteht aus 90% Polyester und 10% Lycra. Das angenehm zu tragende Material ist zudem mit Teflon beschichtet.

Comfort-Zone:

diese luftige Rückenpolsterung aus Polyester von Eagle Creek sorgt durch Hydrophil-Nylon für einen sehr guten Schweißtransport.

Coolmax:

PES Faser von DuPont; extrem gute ->Kapillarwirkung durch ca. 25% grössere Oberfläche als bei normalen Fasern. Schnell trocknend.

Cordura:

texturiertes Nylonmaterial von DuPont; in verschiedenen Stärken erhältlich (500 D – 1000 D), extrem robust, ideal für Rucksäcke und Reisetaschen.

Craton:

Stabile und griffige Gummimischung mit einer rauhen Oberfläche für Messergriffe.

Crossweave:

ist ein von Eagle Creek verwendetes Webverfahren für ihr 1000D Cordura: Kette- und Schussfäden haben eine unterschiedliche Farbe.

CUIN:

Ist eine Maßeinheit für die Fillpower Bezeichnung (amerikanischen Ursprungs) und gibt Aufschluss über die Qualität der Daune; an ihr ist die Bausch- oder Tragfähigkeit einer Mischung zu ersehen. Gemessen wird wie folgt: Eine Unze (28 g) der Daunenmischung wird im Messzylinder für 24 Stunden zusammengepresst. Anschließend wird das Volumen gemessen, auf das sich die Probe ausdehnt und in inches³ (auch cuin = cubic inches; 1 inch³ = 15,62 cm³) angegeben. Eine Füllkraft ab 550 cuin aufwärts ist gut, ab 650 Spitzenklasse und über 800 kaum zu toppen! Kurz: Je mehr Volumen eine bestimmte Füllmenge erzeugt, desto besser ihr Isolationswert.

D:

In Verbindung mit einer Zahl, z.B. 500D – Abkürzung für -> Denier.

Daisy Chain:

ein Band, das an Rucksäcken so festgenäht wird, dass Schlaufen entstehen. In diese kann man mittels Karabinern z.B. Eisschrauben, Klemmkeile o.ä. einhaken.

Daune:

Flaumfeder aus dem Untergefieder von Wasservögeln, Ente oder Gans. Genutzt als isolierendes Füllmaterial für Wärmebekleidung und Schlafsäcke.

Qualitätskriterien:

1. Das Mischungsverhältnis: Daune wird so gut wie nie “rein” als Füllmaterial genutzt, sondern als Mischung aus Daunen und Kleinfedern. Die Angabe 70/30 bedeutet dabei z.B. einen 70 (gewichts-)prozentigen Daunenanteil. “Halb-” oder “Dreivierteldaune”-Mischungen kommen aus dem Bettenbereich, sie beziehen sich auf die Volumenprozent und bedeuten in Gewichtsprozent “15%” bzw. “30%”Daunen. Für Schlafsäcke und gute Wärmebekleidung sind solche Mischungsverhältnisse unzureichend.Je höher der Daunenanteil, desto weniger Füllgewicht wird zur Erzielung der gleichen Wärmeleistung benötigt, da Daunen voluminöser und haltbarer als Kleinfedern sind.

2. Die Grösse der Daunen: Je grösser die Daunen, desto besser ist das Verhältnis von “Festkörper” zu Volumen. D.h., die Füllung bietet mehr Bauschkraft in Relation zum Gewicht. Die Qualität hängt ausserdem noch vom Alter des Tieres ab.

3. Die Qualität der Kleinfedern: Sie können den Loft des Schlafsacks nur dann längerfristig stützen, wenn ihre Eigenelastizität gut ist (möglichst wenig brüchige Federkiele).

4. Ursprungsort: Vögel, die in einem rauhen Klima leben, haben mehr und größere Daunen. Demzufolge kann die Daune einer nordeuropäischen Ente hochwertiger sein als die einer chinesischen Gans.

5. Fillpower: Bezieht sich auf das Füllvolumen. 625 cuin bedeutet z.B., daß 1 Unze (28,3g) Daune dieser Qualität ein Volumen von 625 Cubicinches einnimmt. Grundsätzlich: je grösser die Fillpower, desto besser die Daunenqualität. Es gibt allerdings zwei verschiedene Mess-Standards – den US-Standard und den Europäischen Standard.

6. Gewinnungsart der Daunen. In letzter Zeit legen die Hersteller zunehmend Wert darauf, das ethische, umweltfreundliche und tierschonende Standards eingehalten werden: Stopfmast, Lebendrupf und nicht-artgerechte Tierhaltung sollen ausgeschlossen werden. Eine positive Entwicklung, die allerdings die Daunenpreise nach oben treibt.

Down defender:
Chemische Ausstattung von Daunen (z.B. bei Marmot) mit dem Ziel, die Daunen feuchtigkeitsunempfindlicher zu machen und somit die Verklumpung zu minimieren und den Loft zu erhalten.

DEET:

Abkürzung für Diethyltoluamid (N,N-Diethyl-m-toluamid oder N,N-Diethyl-3-methylbenzamid). Gehört zur Gruppe der synthetischen  -> Repellentien und ist hier einer der wichtigsten Vertreter. Wurde ursprünglich zum Schutz der US-Armee konzipiert und gilt heute als „Goldstandard“ der Repellentien (man schätzt, das es jährlich über 200 Millionen Menschen anwenden.) Produkte: Antibrumm Forte, Nobite. Wird in Konzentrationen zwischen 5 und 90 Prozent hergestellt, ab einer Konzentration von 50% wird ein „Plateau“ erreicht – auch höher konzentrierte Mittel wirken nicht länger. Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet.

Denier:

(D oder den) – Einheit für die Stärke von Garnen oder Fasern in Gramm pro 9000m. 100 D = 100g für 9000m des Fadens/Garns. Je schwerer ein Faden (=höhere Zahl), um so robuster, abriebfester ist das Gewebe. Dünne Fäden sind da gefragt, wo enge, möglichst (wind)dichte und reißfeste Gewebe gefragt sind.

Dezitex:

(dtex) – ist genauso wie Denier eine Angabe über die Fadenstärke von Textilien. Die Einheit wird in Gramm pro 10.000m. 100 dtex = 100g für 10.000m des Fadens/Garns. Je schwerer ein Faden (=höhere Zahl), um so robuster, abriebfester ist das Gewebe. Dünne Fäden sind da gefragt, wo enge, möglichst (wind)dichte und reissfeste Gewebe gefragt sind.

Diamond Rip-stop:

210 D Nylongewebe mit gitterartig eingewobenen Verstärkungsfäden z.B. von Deuter.

Digafix (Meindl):

durch eine flexible Fixierung im Ristbereich setzt der Schnürzug tiefer an und bietet verbesserten Fersenhalt.

Dreilagenstahl:

Dreilagiger Messerstahl, dessen mittlere Lage (= Messerschneide) sich durch eine hohe Rockwell -Härte auszeichnet. Zur Reduzierung der Bruchgefahr ist die hart-spröde Mittellage von zwei weicheren und elastischeren Stahllagen flankiert. Wird z.B. von Helle oder Karesuando verarbeitet.

Drylight Loft:

bezeichnet ein PU beschichtes Ripstop-Nylon. Es ist sehr leicht, atmungsaktiv und wasserdicht ( WS 2000 mm)

Drytech:

Polyamidgewebe von Mammut, mit hydrophiler Membran laminiert, WS >= 20.000 mm, hohe Atmungsaktivität.

Duossal:

sandwich-Kombination von Aluminium und Edelstahl, wird von Trangia für Kochgeschirre eingesetzt. Vereint die Vorteile beider Materialien für den Einsatz “Küche”.

Duratex:

PA Gewebe mit 1000 D Fadenstärke und -> texturierter Oberfläche von Deuter; Es ist sehr scheuer- und reißfest, eine dicke -> PU-Beschichtung auf der Innenseite verbessert die Wasserfestigkeit.

DWR:

Durable Water Repellent: durch eine chemische Veredelung wird ein Stoff dauerhaft Wasser abweisend und bleibt dies auch über viele Wäschen hinaus.

Dyneema:

Hochfestes Kunstfilament aus hochmolekularen Polyethylenen. Geringe Dehnung, abrieb- und schnittfest, geringe UV-Empfindlichkeit, wird im Bergsportbereich (Schlingen) eingesetzt. Im > PA Vergleich zu deutlich höhere Zugfestigkeit (3.400 zu 900 N/mm). Sehr glattes Material, wird in Schlingenform deshalb nur vernäht angeboten, da Knoten rutschen können.

Elasthan:

sehr dehnbares Material mit 85% -> PU– Anteil. Bekanntester Markenname ist -> Lycra; Dehnfähigkeit 500 – 700%.

Elastomere

sind schlicht und einfach elastische Kunststoffe.

Eloxiert

Durch Eloxieren (elektrolytische Oxydation) kann z. B. Aluminium bis zum Faktor 20 gehärtet werden. Die Außenhaut wird durch den Prozess glatt und oxidationsfrei – die Poren schließen sich (z.B. bei Karabinern; bei Outdoorgeschirr brennt der Inhalt so weniger an). Auch Zeltgestänge können durch dieses Verfahren gegen Oxidation geschützt werden.

Ergo-Soft-Griff

Weiches Kunststoffmaterial gibt einem Lekistock angenehme Griffigkeit.

Evazote (EVA):

Ethylene-Venyl-Acetat; geschlossenzelliger, FCKW- und FKW- freier, mit Luft geschäumter Schaumstoff. Sehr reißfest, knickstabil und formbeständig. Material für hochwertige Isomatten und Rucksackpolsterungen.

eVent:

Wasserdichte und atmungsaktive Membran auf PTFE (Teflon)-Basis. Dank molekularer Oberflächenbehandlung der einzelnen Fasern sehr gute Atmungsaktivität. Wird im Bekleidungsbereich verwendet.

Fangstoß:

Maß für die maximale Kraft, die bei einem (Norm-)Sturz auf das Fanggewicht (also meist den Kletterer) wirkt, wenn das Kletterseil durch seine Dehnung Sturzenergie aufnehmen muss. Je geringer der Wert, desto weniger hart ist der Sturz. Angabe in „daN“. Nach Normprüfung für Einfach- und Zwillingsseile darf der Fangstoß nicht über 1200 daN (12 kN, ca. 1200kg) liegen.

Fiberglas:

Fiberglas ist ein Gemisch aus Epoxydharz und Glasfasern und kommt als Material für Zeltgestänge zum Einsatz. Günstige Tunnel- und Kuppelzelte sind mit einzelnen Gestängesegmenten aus massivem Fiberglas ausgerüstet. Etwas hochwertigere Zelte haben hohle Fiberglasstangen, die durch einen Gummizug verbunden sind, der das Zusammenstecken erleichtert. Außenliegende Verbindungshülsen aus Aluminium machen (alle) Fiberglasgestänge an den Verbindungen dicker und erschweren den Aufbau bei Zelten mit Gestängekanälen. Insgesamt sind Fiberglasstangen vergleichsweise bruchempfindlich – insbesonders im Bereich der Verbindungshülsen. Sie splittern wie Holz und sind (aufgrund der außenliegenden Verbindungshülsen) nur durch Austauschen der Segmente zu reparieren. Generell wird Fiberglas nur bei Zelten der Einstiegsklasse eingesetzt. Bessere. leichtere, stabilere und einfacher zu reparierende Zeltgestänge sind aus Aluminium – das es jedoch auch in sehr unterschiedlichen Qualitäten gibt.

Fillpower:

Siehe -> Daune.

Fleece:

Engl. für Flausch: ist die allgemein übliche Bezeichnung für synthetischen Webpelz aus -> PES– oder  -> PA. Fleecematerialien nehmen wenig Feuchtigkeit auf, Trocknen schnell und isolieren im Verhältnis zu ihrem Eigengewicht gut

 

Function 65

Bezeichnung der Firma Jack Wolfskin für ihr strapazierfähiges Gewebe aus 35% Baumwolle und 65% Polyester.

G 1000:

Eines unser ältesten und bewährtesten von Fjäll Räven verarbeitetes Baumwoll/Polyestermischgewebe (35%/65%); robustes Material für Outdoorbekleidung. Ist garantiert mücken- und dornendicht. Lässt sich problemlos mit Grönlandwachs imprägnieren.

Gore:

richtiger Firmenname ist W.L. Gore & Associates. Hersteller von Membranen aus PTFE, die u.a. in der Medizin und im Bekleidungsbereich eingesetzt werden.

Gore Windstopper:

mikroporöse Membran aus -> PU und gedehntem -> PTFE. Sehr atmungsaktive Membran, ideal für schweißtreibende Sportarten (Joggen, Radfahren, Skilanglauf). Die Nähte bei Textilien aus Windstopper sind nicht abgeklebt, so dass die Kleidung nicht 100% wasserdicht ist, obwohl das Material eine ausreichende Wassersäule aufweist (WS <= 1500 mm, MVTR <= 21.000).

Windstopper ist auch in Verbindung mit Fleece als funktionelle, winddichte und warme Winterbekleidung erhältlich.

Gore Dryloft:

Eigenschaften und Werte wie -> Gore Windstopper, speziell für Schlafsäcke und gefütterte Bekleidung entwickelt.

Gore-Tex (GTX):

mikroporöse Membran aus -> PTFE auf Trägergewebe, atmungsaktive und wasserdichte Membran; hydrophobiertes, teflonartiges Material, die Poren sind 700mal > als ein Wasserdampfmolekül und 20.000 mal < als Regentropfen. Membran wird mit Miniklebepunkten auf das Trägergewebe geklebt.

Es gibt verschiedene Verarbeitungsweisen:

2 Lagen GTX:

das GTX wird von innen auf den Aussenstoff laminiert und dann mit einem Futter (Gewebe oder Netzstoff) geschützt. Je nach Trägermaterial sehr stabil bis bedingt rucksacktauglich. MVTR, abhängig vom Aussenmaterial, 10.000 – 13.000.

3 Lagen GTX:

Außenmaterial, Membran und Futtermaterial aus PA- Trikot werden zu einem Stoff laminiert; die Membran ist so von innen wie von außen gegen Abrieb geschützt. Zusammen mit einem robusten Außenmaterial (z.B. -> Impact) ist das 3 Lagen GTX optimal in punkto Robustheit und Rucksacktauglichkeit. MVTR, abhängig vom Außenmaterial, 6.500 – 8.000.

GORE-TEX PACLITE:

ist ein 3-Lagen Laminat mit carbonhaltiger Schutzschicht auf der Innenseite. Diese Schicht ist Wasserdampf durchlässig aber trotzdem eine Barriere gegen Öle, Kosmetika und Schmutz.

Windstopper GTX:

Verbindung einer (u.U. gestreckten) GTX Membran mit Fleece. Winddicht und warm.

Gore-Tex Pro:

neue Hochleistungsmembran von GORE kommt in besonders abrieb- und reißfesten dreilagigen Laminaten zum Einsatz. Ist ca. 28% “atmungsaktiver” als herkömmliche GoreTex-Materialien. -> Wassersäule: 28.000mm.

Halogen:

Edelgas, damit werden unter anderem Leuchtkörper (“Glüh-Birnen”) gefüllt. Das Gas verhindert das Verglühen der Glühwendel und bringt deutlich höhere Leuchtkraft.

High Tenacity Nylon:

Markenname für extrem leichtes und winddichtes Nylon. Wird von Herstellern leichter Expeditionszelte verwandt. Kann PU oder Silikon-beschichtet sein.

Hohlfaser:

Oberbegriff für -> PES – Wattierungen. Wird meist als kurzgeschnittene Stapelfaser verwendet.

Hollowfibre:

amerikanische Vokabel für -> Hohlfaser; sagt nichts über die Qualität aus, häufig für billige Fasern verwendet.

hydrophil:

wasserliebend, – anziehend. Gegenteil -> hydrophob.

hydrophob:

wasserabstoßend.

Hydrophobierung:

wasserabweisende Ausrüstung bei Schuhen, i.d.R. Fluor Carbon oder Silikon.

HyVent:

mikroporöse PU-Beschichtung der Firma The North Face mit etwas geringerer Wasserdampf-Durchlässigkeit als z.B. GORE-TEX®. Wird auch als 3-Lagen Material verarbeitet.

IllumiNITE:

Handelsmarke der Firma Reflective Technologies Inc. aus den USA. Intensiv reflektierender Pigmentdruck, der sich grossflächig auf jedes textile Grundmaterial aufbringen lässt. Schalenförmige Reflektionsflächen, kleiner als Sandpartikel, spiegeln einfallendes Scheinwerferlicht tausendfach zur Quelle zurück. So wird der Träger der Bekleidung im Dunkeln flächig sichtbar. IllumiNITE ist sehr abrieb- und waschfest.


Insektizid:
Neben den Repellentien die zweite Gruppe der Anti-Moskitomittel. Insektizide haben keine Repellentwirkung sondern wirken neurotoxisch als Kontaktinsektizid. Eine Gruppe der bekanntesten Insektizide umfasst die synthetischen Pyrethroide. Zu ihnen gehören die hochwirksamen Stoffe Deltamethrin und Permethrin. Sie kommen in Sprays (No-Bite Bekleidung), in Bekleidung (Craghoppers Nosilife) oder als Imprägnierung für Mosquitonetze zur Wirkung.

Juchtenleder:

vegetabil gegerbtes Voll-Leder, welches mit Birkenrindenteer imprägniert und anschließend stark gefettet wurde.

Kapillareffekt:

nennt man den Vorgang, bei dem sich Feuchtigkeit, die an einer Stelle an das Gewebe kommt, über die gesamte Gewebefläche ausbreitet. In vielen Fällen ist dies erwünscht, da die Feuchtigkeit auf einer grossen Fläche schneller verdunsten kann; unerwünscht ist der Kapillareffekt bei Regenjacken, bei denen Feuchtigkeit im Ärmel oder am Saum hinaufkriechen kann.

Krypton:

Edelgas, wird in Leuchtkörpern verwandt, sorgt dafür, dass die Leuchtwendel sehr hell glüht, ohne zu verglühen. Das erzeugte Licht ist noch leuchtstärker als bei –> Halogen -Leuchten. Höherer Stromverbrauch als bei Halogen.

Kerlon:

Reißfestes RipStop PA-Gewebe der Firma Hilleberg, dass insbesondere als Zeltstoff Verwendung findet. Die beidseitige Silikonbeschichtung macht das Material UV beständig. Mit nur 50 g/m² ist Kerlon 1200 ein sehr leichtes Nylongewebe. Die Weiterreißfestigkeit von Kerlon 1200 liegt bei 12 kg.

Kerlon 1800 ist das mit 65 g/qm² etwas schwerere und damit noch robustere Material der schwedischen Zeltemachers; Die Weiterreißfestigkeit von Kerlon 1800 liegt bei 18 kg.

Kevlar:

Kevlar ist eine extrem reißfeste Aramidfaser von Dupont.

LED:

Leuchtkörper, schon seit Jahren in der Elektronik eingesetzt, weiterentwickelt in schnellem Vormarsch bei Outdoor-Lampen. Lumineszenslenser sind gezüchtete Halbleiterkristalle mit implantierten Fremdatomen und als “kalte”, monochrome Photonenpumpen mit Hilfe der Quantenphysik populär zu definieren: um die Atomkerne kreisende Elektronen werden durch Stromzufuhr aus ihrer Bahn geworfen, nehmen jedoch blitzschnell wieder ihre alte Position ein und geben die vorher zugeführte elektrische Energie in Form von Lichtenergie ab.

Die Energiestärke und Schichtstruktur der hochschwingenden Kristalle bestimmen die Wellenlänge

= Lichtfarbe in Nanometer. Das kalte Chipfeuer wird durch die seriell integrierten hochreinen 20 Grad Linsen = weiss präzise gebündelt und optimal ausgeschossen.

Leder:

Aus Tierhäuten gewonnenes Material zur Schuhherstellung, meistens Rindsleder. Dieses wird nach dem Gerben gespalten. Leder kann bereits im Gerbprozess hydrophob ausgestattet werden.

• Veloursleder: ist der angeschliffene Fleischspalt, d. h. die innenliegende Seite der Haut.

• Nubuk bezeichnet den angeschliffenen Narbenspalt, also die außenliegende, qualitativ höherwertige Hautseite.

Lexan:

Markenname für Kunststoff aus Polycarbonat; extrem bruchfest, leicht, gute Temperaturbeständigkeit, lebensmittelecht.

Lite-Packsystem:

Rucksacktragesystem von Bach für mittelschwere Lasten; der Rücken ist komplett gepolstert und mit einer Rückenplatte versehen, die durch eine flexible Alustange angepasst werden kann; ein geschlossenzelliger Schaum im Hüftgurt sorgt für gute Lastübertragung.

Lumen:

Maßeinheit für die Helligkeit einer Lichtquelle. Genauer gesagt wird so der gesamte Lichtstrom bemessen, den z.B. eine Lampe in alle Richtungen abgibt. Im Unterschied zu herkömmlichen Glühlampen strahlt eine -> LED in eine Richtung ab, Glühbirnen dagegen in viele Richtungen. Es gibt verschiede Standards, nach denen die Lumenzahl angegeben ist – eine ungefähre Vorstellung der maximalen Helligkeit ist jedoch gegeben.

 

Lycra:

PA ummantelte -> Elasthanfaser von DuPont mit sehr hoher Elastizität und Lebensdauer.

MacroTec

Rucksackmaterial von Deuter: ein stark -> texturierter ->PA Faden mit einer Stärke von 420 D und die dicke PU- Beschichtung ergeben ein robustes, abriebfestes Gewebe.

Malden Mills:

führender Hersteller für qualitativ hochwertige Fleecematerialien; -> Polartec.

MCS:

Moisture Control System – eine spezielle Ausrüstung von Fasern der Firma Burlington; -> hydrophobe Fasern werden durch MCS dauerhaft -> hydrophil, dadurch guter -> Kapillareffekt: die Feuchtigkeit verteilt sich über eine grosse Fläche und kann so extrem schnell verdunsten.

MCS Blocker:

Die Innovation der ständig wachsenden Linie von Burlingtons Materialien, bietet mit LSF 30 höchste Sicherheit vor den negativen Einflüssen von Sonnenstrahlen, selbst wenn das Material nass ist oder bereits oft gewaschen wurde.

Merinowolle:

Aus dem Fell von meist in Neuseeland lebenden Merino-Schafen gewonnene Feinwolle. Merinwolle ist im Vergleich zu herkömmlicher Wolle deutlich dünner und feiner und trägt sich daher besonders angenehm auf der Haut, ohne Kratzen.

Meryl:

hochwertige -> PA Faser, Ausgangsmaterial für -> Tactel und -> Pertex.

Mikrofaser:

Einzelfilamentstärke zwischen 33 und 111 D. Aufgrund der geringen Fadenstärke können Microfasern sehr eng gewebt werden. PES Microfasergewebe sind stark wasserabweisend, winddicht, robust, schnell trocknend; PA Microfasergewebe haben meist starken Kapillareffekt -> Pertex.

Microfleece

PES-Fasern mit etwa 1 dtex ( Denier) werden zu einem leichten, dünnen Fleecestoff verwebt, der besonders weich ist.

Microlite Tex:

Material mit den gleichen Eigenschaften wie -> Pertex 4 (wasserabweisend beschichtet, leicht und hoch atmungsaktiv), ebenfalls aus Merylfasern, jedoch von einem anderen Hersteller; wird von Ajungilak als Schlafsackgewebe verwendet.

Microlite Tex Ripstop:

Ripstop Variante von ->Microlite Tex.

Microlite 2000:

Die Weiterentwicklung von -> Microlite Tex: durch Beschichtung hat das Material eine WS von 2000 mm; die (wenigen) Nähte sind aber nicht abgedichtet. Es ist atmungsaktiv.

Mikroporöse Beschichtungen/Membranen:

Beschichtungen werden als Paste auf ein Trägermaterial aufgetragen, Membranen werden als Folien hergestellt und auf ein Trägermaterial laminiert. Mikroporös heisst, dass das Material feine Poren hat, durch die Wasserdampfmoleküle entweichen können.

Das so ausgestattete Material hat eine mehr oder weniger hohe -> Wassersäule. Die Wasserdichtigkeit des Materials basiert auf dem Prinzip der Oberflächenspannung; Salze oder Seife z.B. lösen die Oberflächenspannung des Regentropfens und ermöglichen dadurch ein Eindringen des Wassers.

Der Pflegehinweis der Firma Gore lautet: lieber öfter mit wenig Waschmittel als selten mit viel Waschmittel waschen. Nach dem Waschen gründlichst durchspülen. Wir führen für Sie spezielle Waschmittel für mikroporöse Beschichtungen/Membranen. Hier bekommen Sie unsere Pflegeanleitung für atmungsaktive Bekleidung:

Micro Rip 3D:

Von Tatonka im Rucksackbereich verwendetes PES Gewebe. Ein Gewebe aus 330D starken Fäden ist in sehr kurzen Abständen mit 600D Fäden durchzogen; es ist leicht und dennoch reissfest.

MTI Loft:

von Ajungilak verwendete Hohlfasermischung (aus Thermolite von DuPont -der dünnsten 1-Kanal-Hohlfaser – und einer silikonisierten Spiralfaser) mit geringerem Durchmesser als andere Hohlfasern; dadurch sehr weicher Griff, sehr gute Isolation und Komprimierbarkeit.

Multigriff Profilsohle:

Wanderschuhsohle von Meindl: Ein PU Weichtrittkeil und unterschiedliche Dämpfungszonen sorgen hier für guten Halt, gegenläufige Stollen bieten festen Stand auch bei problematischem Untergrund.

MVTR:

“Moisture Vapor Transmission Rate”; gibt den Wasserdampfdurchlass pro m2 eines Materials in 24 Std. an. Einheit ist Gramm. Grundsätzlich ist der MVTR-Wert ein Indiz für die Atmungsaktivität eines Materials – je höher der Wert, desto atmungsaktiver ist das Material. Problematisch: Es gibt an die 30 verschieden definierte MVTR-Tests – was einen Vergleich natürlich deutlich erschwert. Auch eine direkte Umrechnung eines MVTR-Werts in einen -> RET-Wert ist nicht möglich

Neopren

bezeichnet ein hochwertiges Elastomer aus Polychlorpren.

Nylon

Die mittlerweile nicht mehr markenrechtlich geschützte Bezeichnung für hochwertige PA-Fasern der Firma DuPont.

NiCrMo:

Bezeichnung für eine Metalllegierung – in diesem Falle NickelChromMolybdän. Im Outdoor-Bereich sind solche Bezeichnungen bei Zeltgestängen (hier aber kein “NiCrMo”), bei Töpfen und Geschirren sowie bei Messern und Werkzeugen zu finden. Normalerweise sind auch die Anteile der verschiedenen Metalle in (Schlüssel) Zahlen mit angegeben.

Non Stick:

Antihaft-Beschichtung, die von Trangia bei Kochgeschirren eingesetzt wird. Ist mehrfach kratzresistenter als herkömmliche, ähnliche Antihaftbeschichtungen.

Nubukleder:

auf der Narbenseite geschliffenes Leder mit samtiger Oberfläche.

Nylon:

100% -> PA; hochwertige Markenfaser, ursprünglich von DuPont.

Nylon 420D:

Polyamidgewebe mit einer Fadenstärke von 420D.

Ortlieb:

Inbegriff für wasserdichte Packtaschen und Packsäcke; verwendete Materialien:

– PD 350: PES, beidseitig PVC beschichtet, mittelmässig stabil, gut geeignet für Kleidersäcke.

– PD 620: PES, beidseitig PVC beschichtet, sehr robust, für Radtaschen, Seesäcke…

– PS 17: Nylon, PU-beschichtet; leicht und sehr abriebfest, für Leichtpacksäcke.

– PS 17 L: s.o., jedoch lebensmittelecht beschichtet, für Wassersäcke.

– PS 36 C: Cordura, PU-beschichtet, leicht und robust, für Radtaschen, Fototaschen.

– PS 490: PES, beidseitig PU-beschichtet; sehr robust, für stabile Packsäcke.

– PS 620 C: Cordura, einseitig PVC beschichtet; extrem stabil, für Radtaschen und Seesäcke.

PA: -> Polyamid.

PacLite: -> Gore Paclite

Pertex:

Markenname für hochwertiges -> PA Gewebe auf -> Meryl Basis. Sehr leicht, winddicht, schnelltrocknend, der Fadenstärke nach -> Mikrofaser, sehr eng gewebt, dadurch daunen- und faserdicht.

PES: -> Polyester.

Pilling:

bezeichnet die Bildung von Knötchen und Fusseln bei Fleecematerialien. Bei hochwertigen Fleecen kommt Pilling kaum vor.

Polarguard 3D:

Endloshohlfaser, die, im Gegensatz zu ihrem Vorgänger Polarguard HV, zusätzlich gekräuselt ist. Sie ist elastischer, bauschfähiger und besser komprimierbar. Dadurch kleineres Packmass und weniger Füllmenge bei gleicher Wärmeleistung.

Polartec (PT):

Markenname der Firma Malden Mills für ihr hochqualitatives PES Fleece. Polartec gibt es in verschiedenen Stärken und Verarbeitungsqualitäten:

– PT Bipolar: Aussen kurzfloriger und winddichter, innen langfloriger und wärmer, dadurch besserer Feuchtigkeitstransport.

– PT recycled: Fleece, zu 96% aus PES Einwegflaschen hergestellt. Nicht immer gesondert deklariert.

– PT Powerstrech (Pro): aus 60% PES, 30% PA und 10% Lycra. Sehr dehnbar, warm und windabweisend.

– PT 100 M: (Microfleece) dünnes Fleece, als warme Unterwäsche oder als Sweatshirt-Ersatz. Auch bei Hemden etc. (180g/m2, 2 mm*)

– PT 200: der Klassiker. Gute Wärmeleistung, angenehm zu tragen. Die gängigste Dicke für Pullis oder Jacken für gemässigte Klimata. (275g /m2, 5,3 mm*).

– PT 200 recycled: etwas winddichter als PT 200. (265g/m2, 5,7 mm *). -> PT recycled.

– PT Windbloc: Fleece mit winddichter PU-Membran. Hoher Wärmerückhalt bei geringem Gewicht (285g/m2, 4,9 mm *).

– PT Alpha: sehr leichtes und stark komprimierbares Isolationsmaterial mit überragender Atmungsaktivität.

Polyacryl:

sehr robuste Synthetikfaser, UV-beständig, formstabil, schnelltrocknend.

Polyacetat:

hochwertiges Schnallenmaterial mit hoher Flexibilität.

Polyamid (PA):

Sammelbegriff für Kunstfasern aus Makromolekülen (z. B. Nylon), deren Kette eine Wiederholung der Amidgruppen aufweist. Es entsteht durch Polymerisation oder Polykondensation. Eigenschaften: Pflegeleicht, sehr hohe Reiß-, Scheuer- und Biegefestigkeit, sehr strapazierfähig, sehr elastisch, formbeständig, knitterarm, schnell trocknend.

Die Kunstfaser mit dem besten Gewichts-/ Reiß- und Abriebfestigkeitsverhältnis. Dehnbar, nimmt ca. 4% Wasser auf, nur bedingt UV-beständig.

Polycarbonat

ist ein lichtdurchlässiger, bruchstabiler und lebensmittelechter Kunststoff.

Polyester (PES):

stabile, dehnungsarme Kunstfaser, UV-beständig, nimmt kaum Feuchtigkeit auf. Geringere Abriebfestigkeit als Polyamid. Wird in verschiedenen Fadenstärken (Denier) mit unterschiedlichen Eigenschaften verarbeitet. Durch Polykondensation aus Terephthalsäure und dem Ester eines Ethylenglykols (Terylene-Typ) oder Dimethylolcyclohexan (Vestan-Typ) im Schmelzspinnverfahren hergestellte stabile, dehnungsarme Kunstfaser. Eigenschaften: Pflegeleicht, gute Formbeständigkeit, läuft nicht ein, strapazierfähig, hohe Knitterfestigkeit, hohe Lichtbeständigkeit, elastisch, schnell trocknend, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, UV-beständig. Geringere Abriebfestigkeit als Polyamid. Wird in verschiedenen Fadenstärken ( Denier) mit unterschiedlichen Eigenschaften verarbeitet.

Polyester Mesh

ein dünnes Netzgewebe aus Polyester.

Polyethylen (PE):

als Schaum oder Platte zur Stabilisierung und Polsterung von Rucksäcken verarbeitet.

Polypropylen (PP):

Kunstfaser mit guter Isolationswirkung und geringer Feuchtigkeitsaufnahme. PP ist sehr stabil, aber nicht besonders UV-beständig.

Polytex:

Weicher Griff, geringes Gewicht, aber trotzdem ausreichend robust: Das zeichnet dieses 600 D PES Gewebe von Deuter aus.

Polyurethan (PU) Schaum:

hochwertiger Schaum, zur Abpolsterung bei Rucksäcken oder als Sohlendämpfung bei Schuhen verwendet.

Polyurethan (PU) Beschichtung:

mehrfach aufgetragen, macht PU das Trägermaterial wasserdicht. Sehr kälte- und knickstabil, hohe Abriebfestigkeit. Vermindert die Reißfestigkeit des Ursprungsmaterials. Als mikroporöse Beschichtung bei wasserdichter, atmungsaktiver Bekleidung verwendbar.

Pontetorto:

italienischer Hersteller von Qualitätsfleecen -> Teclite -> Polarpro -> Tecnopile micro.

PP: -> Polypropylen.

PTFE:

“Poly Tetra Fluor Ethylen” (Teflon), Ausgangsmaterial für -> Gore-Tex.

Proteinbeschichtung:

Leicht-Regenbekleidung von Marmot (Precip) hat eine auf’s Trägergewebe (Außenmaterial) auflaminierte mikroporöse Membrane, aus Gewichtsgründen nach innen keinen Futterstoff. Feuchte Haut, die mit der Membran in Kontakt kommt, hat ein “Klebegefühl”. Marmot lässt deshalb auf die microporöse Membran eine “Flimmerhaarschicht” aus Collagen aufbringen, die nur unter dem Mikroskop sichtbar ist, das “Klebegefühl” aber sicher verschwinden lässt. Die Flimmerhärchen können durch Körperfette, Schweiss oder Schmutz in der Funktion beeinträchtigt werden, deshalb sollte zur Erhaltung der Funktion das Kleidungsstück zuweilen gewaschen werden.

PU: -> Polyurethan

PVC:

Poly-Vinyl-Chlorid; selten verwendet als schwere Beschichtung für Zeltböden, macht einige -> Ortlieb– Produkte wasserdicht.

Quick-Lock-I-System:

Von Ortlieb eingesetztes Befestigungssystem für Fahrradtaschen, bei dem bewegliche Haken die Taschen am Gepäckträger verankern. Wird die Tasche am Tragegriff angehoben, entriegelt sich die Halterung. Die Halterungen sind auf Kunststoffschienen verschiebbar, passen somit auch an Gepäckträgersonderformen. Die Anpassung an die Dicke des Gepäckträger-Rohres kann durch Austausch der Halteklammern geschehen.

Quick-Lock II-System:

Weiterentwicklung des bewährten Quick-Lock-Systems mit noch mehr Verstellmöglichkeiten der Halterung.

Quick-Lock III-System:

Tragesystem mit besonders flacher, wenig auftragender Aufhängung am Fahrrad-Gepäck. Die Aufhängevorrichtung bleibt am Fahrrad (Gepäckträger) montiert.

R.D.S:
R.D.S. steht für „responsible down standard“. Es handelt sich um ein rel. strenges Zertifikat der Nonprofit-organisation“Textil Exchange“. Das Zertifikat garantiert, das die verwendeteten Daunen im Laufe der gesamten Verarbeitungskette verantwortlich verarbeitet werden und damit gute Lebensbedingungen der Federtiere eingehalten und Lebendrupf sowie Stopfmast/Zwangsernährung ausgeschlossen werden. Viele namhafte Hersteller verwenden heute RDS-zertifizierte Daunen.

Repellentien:

Natürliche oder synthetisch hergestellte Mittel (auch Repellents) , die auf der Haut wirken und durch ein langsames Verdampfen eine abstoßende Wirkung auf Insekten haben. Synthetische Repellentien sind deutlich wirksamer als natürliche (z.B. ätherische Öle), eines der wirksamsten und verbreitesten synth. Repellent ist -> DEET . Auch die wirksamsten Repellents bieten keinen 100%gen Schutz.

RET-Wert:

Der Ret-Test (Resistance to evaporative heat loss of a textile) misst den Wasserdampfdurchgangswiderstand eines Textils. Damit bezeichnet man den Widerstand, den ein Textil dem Durchgang des Wasserdampfmoleküls von einem Bereich mit hoher in einen Bereich mit niedriger Feuchtigkeitskonzentration entgegensetzt. Je niedriger der Wasserdampfdurchgangswiderstand (der Ret-Wert) ist, desto atmungsaktiver ist das Textil. RET-Werte <3 sind sehr gute Werte/ hoch atmunsgaktiv. Eine direkte Umrechnung auf  -> MVTR -Werte ist nicht möglich.

R-Wert:

Der R-Wert (R-Value) kennzeichnet den Wärmedurchgangswiderstand eines Materials. Im Outdoorbereich wird z.B. die Isolationsfähigkeit von Isomatten durch diesen Wert gekennzeichnet. Je höher der Wert, desto besser die Isolation. Wobei diese neben dem Material auch noch von Dicke und Oberflächenstruktur beeinflusst wird. Über den R-Wert kann eine (theoretische) Einschätzung zur Temperatureignung (im Hinblick auf die tiefste Temperatur) von Isomatten getroffen werden: R 1 = bis +7°C (3 Jahreszeiten, warme Nächte) | R 2 = bis +2°C (3 Jahreszeiten, gemäßigte Nächte) | R 3 = bis -5°C (3-4 Jahreszeiten, kühlere Nächte) | R 4 = bis -11°C (4 Jahreszeiten, wintertauglich) | R 5 = bis -17°C (hochalpine Winterbiwaks) | R 6 = ausgedehnte Wintertouren. Die Temperaturen beziehen sich hier auf die im Zelt oder Winterraum.

Rip-Stop:

Bezeichnet ein Gewebe, in das in regelmäßigen Abständen dickere Fäden in Kette und Schuss eingewebt sind; steigert die Weiterreißfestigkeit des Materials.

Rip-Stop 550 HD:

texturiertes Rip-Stop Gewebe aus -> PES mit 500 D Fadenstärke. Verwendet die Firma Tatonka für Rucksäcke.

Rip-Stop Superlite:

garngefärbtes, 2 farbiges Nylon, sehr leicht und stabil.

Rockwell:

International gebräuchliche Maßeinheit zur Bestimmung der Härte von Messerstählen (und Metallwerkstoffen). Je höher die Zahl, desto härter und schnitthaltiger (aber u.U. auch spröder und schwieriger zu Schleifen) ist ein Stahl. Rockwell-Härten über 57 zeichnen hochwertige Messerstähle aus.

RSN 500 Grid:

Von Lowe Alpine verarbeitetes Nylonmaterial mit 500 D Fadenstärke und -> Rip-Stop Qualität.

RSP 600 Grid:

Von Lowe Alpine verarbeitetes Rip-Stop Polyester mit einer Fadenstärke von 600 D.

Schöller Dynamic

besteht aus 93% PA und 7% Lycra. Der Stoff bietet hohen Tragekomfort und ist sehr strapazierfähig. Die DWR Ausrüstung macht ihn leicht Wasser abweisend.

Scotchguard:

hochwertiges Imprägnierverfahren von 3M.

Scotchlite:

sehr gut reflektierendes Material von 3M.

Seide:

Naturfaser aus dem Kokon der Seidenspinnerraupe; sehr hautfreundlich, extrem leicht; einziges Material mit wärmenden und kühlenden Eigenschaften.

Silikonbeschichtung:

Gewebebeschichtung auf Siliziumbasis; steigert die UV-Beständigkeit des Materials, verringert die Wasseraufnahme und damit die Dehnung bei Nässe; sehr kälteresistent und knickstabil. Bei silikonbeschichteten Zelten können die Nähte nicht getaped werden, d.h. eventuell Nahtdichter verwenden!

Silikonisierung:

in der Schlafsackproduktion verwendetes Verfahren, um die Reibung der Fasern untereinander zu minimieren und die Bauschkraft zu erhalten.

Sonnenschutzfaktor (LSF):

Bekleidung wird nicht nur zwecks Isolierung oder Körperverhüllung getragen, sondern auch, worüber in Mitteleuropa kaum jemand nachdenkt, um die Haut vor Schäden durch UV-Strahlen zu schützen.

In tropischen Gegenden sowie in Gegenden mit starker UV-Strahlung (Gebirge, Meer, Erdgegenden mit “Ozon-Loch”) ist das eine sehr wichtige Funktion. Stoffe halten UV-Strahlen unterschiedlich gut ab, die meisten sind unbehandelt kein sehr guter UV-Schutz.

Nasse Baumwolle z.B. schützt überhaupt nicht. Deshalb wird Leicht-Reisebekleidung aus Stoffen mit bestimmten Material-Beimischungen hergestellt, oder die Stoffe werden durch eine Art Imprägnierung nachträglich stärker UV-absorbierend gemacht -> MCS Burlington Blocker. Die Angabe des Sonnenschutzwertes ist wie bei den bekannten Lotionen zu verstehen: Faktor 30 bedeutet 30 x längeren gefahrlosen Aufenthalt in der Sonne.

Spaltleder:

durch Teilen der Tierhaut gewonnenes Leder.

Man unterscheidet:

a) Narbenspalt (obere Schicht mit Narben)

b) Mittelspalt

c) Fleischspalt (unterste Schicht zur Fleischseite)

b) und c) sind Spaltleder, a) ist Voll – Leder, das gebräuchlichste Material für Wander- und Trekkingschuhe.

Spandex

Markenname einer Elastan Faser.

SpiraFill

ist ein Isoliermaterial aus hohlen Spiral- und dünnen Polyesterfasern, welches thermisch verbunden wurde, um eine hohe Festigkeit zu erreichen. Es ist leicht und gut komprimierbar.

Stealth System:

Rucksacktragesystem von Lowe Alpine für Alpinrucksäcke; ein Zwischenpolster verleiht dem Rucksack Stabilität, das eingehängte Netz sorgt für gute Rückenbelüftung.

Steb Rubber Sohle:

Schalensohle aus Gummi mit extrem rutsch- und abriebfestem, griffigem Profil. Sie hat eingearbeitet ein stabiles Nylongelenk und ein stossdämpfendes Polster im Absatzbereich.

Super Polytex:

-> Polytex/texturiertes -> PES Gewebe mit 600 Denier Fadenstärke, auf der Innenseite PU-beschichtet.

Super Ripstop:

Das stärkere Ripstop von Deuter: mit 420 D Nylonfäden noch robuster.

Supplex:

texturiertes -> Taslannylon; extrem stabil, schnell trocknend, leicht, atmungsaktiv.

Sympatex:

Membran aus ->PES von Akzo Enka. Im Gegensatz zu z.B. -> Gore-Tex nicht mikroporös; Wasserdampfmoleküle werden von Transportmolekülen durch die Membran gebracht. ->WS 35.000mm, ->MVTR bis ca. 35.000. Die Membran ist zu 100% recyclebar und wird z.B. von VauDe oder Boreal (Schuhe) verarbeitet.

Tactel:

PA – Gewebe von DuPont auf -> Merylbasis: gute Qualität, leicht, winddicht, robust, textiler Griff.

Taffeta Nylon:

PA– Taft, glattgewebte Ware.

Tarpaulin:

PVC – beschichtetes Polyester, erinnert optisch an eine LKW – Plane, ist entsprechend wasserfest und robust.

Taslan:

Gewebe aus 2 -> texturierten, umeinandergewickelten -> PA Garnen. -> Supplex.

Teclite:

PES Fleece von -> Pontetorto mit einem Gewicht von 100g/m2.

Tecnopile Micro:

beidseitig aufgerauhtes -> PES Fleece von Pontetorto.

Teflon:

-> PTFE ->GoreTex

Terraloft:

von Ajungilak verwendete -> PES Fasermischung aus silikonisierten 4-Kanal Hohl- und Spiralfasern. Gute Isolierfähigkeit, robust.

Texapore

Mikroporöse Beschichtung der Firma Jack Wolfskin, welche mit verschiedenen Außenmaterialien kombiniert wird, z.B. Texapore Comfort sehr weiches und angenehmes Außenmaterial aus 100 % PES

Textreme 6,6:

texturiertes Polyestermaterial, robust, wetterfest durch ->PU-Beschichtung.

Texturierung:

mechanische und/oder chemische Veränderung glatter Fasern, um dem Material einen textilen Griff zu verleihen. Cordura, Taslan, Supplex.

TXN 1000 & TXN 500:

texturiertes Nylon mit 1000 D bzw. 500 D Fadenstärke. Sehr robust. Wird von Lowe Alpine für Rucksäcke verarbeitet.

TXP 900:

texturiertes Polyestermaterial mit 900 D Fadenstärke. Leichter als -> TXN 1000.

Tizip:

Spritzwassergeschützter Reißverschluss von Ortlieb. Die beiden Spiralhälften sitzen in einem Kunststoffprofil, welches beim Schließen den RV abdichtet. Konstruktionsbedingt etwas schwergängig, weshalb man gelegentlich Gleitpaste auftragen sollte.

Ultraloft:

Mischung hochqualitativer elastischer Mehrkanalhohlfasern (4-Loch und 7-Loch Hohlfasern) mit abgestimmtem Spiralfaseranteil. Von Ajungilak für Winterschlafsäcke verarbeitet.

UPF:

Abkürzung für Ultraviolet Protection Factor; zeigt an, in welchem Maß das Kleidungsstück Schutz vor UV-Strahlung bietet. UPF 25 – sehr guter Schutz, ca. 96% Prozent der UV-Strahlen werden abgeblockt, UPF 50 – exzellenter Schutz, ca. 98% der UV-Strahlen werden abgeblockt. Bekleidung mit UPF-Faktor hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil am Schutz vor UV-Strahlung. Verschiedene Standards werden angegeben, am gebräuchlichsten ist der australisce/neuseeländische Standard AZ/NZS 4399:1996.

Vapor Barrier Liner (VBL):

Innenschlafsack aus beschichtetem Nylongewebe. Wird bei Temperaturen deutlich unter 0°C in Daunenschlafsäcken eingesetzt. Verhindert, dass Schwitzfeuchtigkeit des Schlafsacknutzers in den isolierenden Daunenschlafsack gelangt, dort die Daunen durchfeuchtet und damit die Isolierleistung des Schlafsacks reduziert. Ab einer gewissen Feuchtesättigung im Inneren des VBL stellt der Körper weiteres Schwitzen ein. In einem VBL wird keine bzw. nur dünne Kunstfaserunterwäsche getragen, der VBL wird morgens aus dem Schlafsack genommen, die enthaltene Feuchtigkeit gefriert und kann ausgeschüttelt werden. Durch die Verwendung eines VBL sowie einer stark wasserabweisenden Schlafsackaußenhülle wird aus einem Daunenschlafsack ein optimaler (Relation Gewicht/Packmaß zu Isoliervermögen) Winterschlafsack. Die stehende Luftschicht und der fehlende Luftaustausch aus dem VBL heraus erhöht die Temperaturleistung für den umgebenden Schlafsack um ca. 7°C.

Vari Quick System:

Mittels Klettverschluss können bei Deuter Rucksäcken hiermit schnell die Schulterriemen auf unterschiedliche Rückenlängen angepasst werden.

Veloursleder:

Spalt– oder -> Vollrind-Leder, auf der Fleischseite angeschliffen; oft fälschlicherweise als Wildleder bezeichnet.

Vibram:

Bekanntester (italienischer) Markenname für hochwertige Profilsohlen von Outdoor- und Kletterschuhen.(Vi(ttore) Bram(ani)

Vinylon F:
Seit langem bewährtes Kunstfasermaterial aus der Faser Polyvinylalkohol, das eine Reihe von Eigenschaften aufweist, die sonst eher bei natürlichen Materialien zu finden sind. Es wird von Fjäll Räven eingesetzt. Neben einer hohen mechanischen Stabilität quillt das Material bei Feuchtigkeit leicht auf und wird so auch ohne zusätzliche Beschichtung ziemlich wasserfest.

Viskose:

bezeichnet Garne oder Fasern, die im Viskoseverfahren aus regenerierter Zellulose (Zellstoff aud Holz gewonnen) hergestellt werden. Eigentlich also eine künstlich gewonnene Naturfaser.

Vollrindleder:

Narbenspalt, -> Spaltleder.

Wassersäule (WS):

gibt den Wert in mm für die Wasserdichtigkeit eines Materials an. Die DIN für wasserdichte Stoffe liegt bei 1300 mm (0,13 bar). Gemessen wird dieser Wert mit einem Prüfzylinder, der über einer eingespannten Materialprobe mit Wasser gefüllt wird.

Die Höhe der Wassersäule, ab der das Wasser beginnt, durch das Material zu dringen, gibt den Wasserdichtewert an. Alternativ zur Wassersäule kann der Druck auch durch eine Pumpe erzeugt werden, mit gleichzeitiger Druckmessung durch ein Messgerät. Der Begriff “Wassersäule” als Maß für die Wasserdichte ist aufgrund seiner Eingängigkeit geblieben.

Windstopper:

-> Gore Windstopper

Wolle:

meist aus Schaffell gewonnene Naturfaser mit hoher Isolationsfähigkeit; geringe Scheuerfestigkeit.

WS:

-> Wassersäule